Dynamoland — Konzept

Das THEATER AN DER PARKAUE hat seinen Sitz im Berliner Stadtbezirk Lichtenberg, der durch zwei unterschiedliche Instanzen bekannt ist: Stasi und Nazis. Der Lichtenberger Fußballverein BFC Dynamo, 1966 von Erich Mielke gegründet, ist ein Mikrokosmos dieses Bezirks. Unter den Fans des "Stasi-Schieberclub" entwickelte sich zu DDR-Zeiten eine lebhafte Hooliganszene, die bis heute existiert. In DYNAMOLAND präsentieren junge Spieler des BFC und Fans ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten. Sie beschäftigen sich mit ihrer eigenen Verortung im Spannungsfeld von Stasivergangenheit und Hooligan-Gegenwart ihres Vereins, mit ihrer Sportlerbiografie, dem Vereinsleben mit seinen Anforderungen, Ritualen und Kodizes sowie ihren Träumen und Perspektiven. Die 16-jährigen Spieler selbst beschreiben ihr Dilemma so: "Wir sind mit die schlimmsten Leute auf der Welt: Ossis, Stasis, Nazis, wir sind eigentlich alles."

„Dynamoland ist eine soziologische Erzählung über das kollektive Geschick der Ostdeutschen. Es ist eine Studie zur politischen Geographie Deutschlands im Jahr 2007. Es ist ein Psychogramm des Trotzes und es ist ein Bericht von der Demarkationslinie und aus der Intensivstation, die versucht, die offene Wunde Deutschland zu verheilen.“ Christoph Richter, Deutschlandfunk