Frank Zappa: The Yellow Shark — Konzept

Klassik trifft Kampfkunst
Thomas Peuschel / Gudrun Herrbold / Constanze Fischbeck / Birgit Freitag

In dem Uraufführungprojekt „The Yellow Shark“ begegnen sich Welten, die normalerweise nur getrennt voneinander existieren und zu erleben sind: Die klassischen asiatischen oder westlichen Kampfsportarten und die klassische Musik. Die Berliner Regisseurin Gudrun Herrbold erarbeitet mit Kampfkünstlern ein Projekt über musikalische und physische Grenzerfahrungen. Dabei werden sowohl die Faszination des technischen Könnens als auch die Philosophie, die Motivationen und Hintergründe dieser Sportarten thematisiert und zu einem theatralen Vorgang verdichtet. Es handelt sich bei „The Yellow Shark“ nicht um ein Laienprojekt, da den Profimusikern Sportler gegenüber stehen, die zum Teil seit Jahrzehnten authentisches Training bei Meistern ihres Fachs in den Ursprungsländern absolviert haben. Dazu wird zeitgenössische Orchestermusik des amerikanischen Komponisten Frank Zappa – gespielt vom Saarländischen Staatsorchester – erklingen. Durch die gleichzeitige Präsenz der Parallelwelten des Musikmachens und der Kampfkunst ergeben sich vielfältige neue Reibungsflächen sowohl für die Musik als auch die Aktion. Zappa selbst war es, der die Öffnung seiner Musik für das Theater erkannte, indem er bei der Uraufführung die Performance-Gruppe La La La Human Steps bei einigen Titeln in die Aufführung integrierte. Tom Waits zählt „The Yellow Shark“ zu seinen Lieblings-CD's: „In diesem Album sehen wir die Klarheit und Meisterschaft von Zappas grenzenloser Verrücktheit.“